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ein Streifzug durch die Stadt

Ich will mal versuchen einen kleinen Eindruck der Umgebung zu vermitteln.

Beginnen wir einfach mal bei uns an der Haustüre. Im Normalfall steht irgendwo in der Nähe des Eingangs ein Wachmann herum, der sich irgendwie versucht die Zeit zu vertreiben. Auf Leute trifft man eigentlich hier in der Straße immer. Morgens steht an der Ecke immer ein Karren wo zwei Frauen Knödel, Dampfbrötchen, Nudeln und eine Menge anderer Sachen zum Frühstücken verkaufen. Es ist auch immer recht viel los, ein paar Plastikhocker werden auch immer aufgestellt, so dass diejenigen die noch etwas Zeit haben gemütlich verweilen können.
Nachmittags und Abends wird man vor der Türe von einem Haufen Fahrradtaxis erwartet, welche einen gerne chauffieren würden. Hierbei hat man die Auswahl zwischen der Singlevariante, einfach einem Fahrrad mit einem gepolsterten Gepäckträger oder aber einem Dreirad mit einer Rückbank wo zwei Leute Platz haben. Man sieht aber auch nicht selten drei oder mehr Leute auf so einem Rad, wobei die armen Fahrer sich dann schon kräfig einen abstrampeln müssen.
Meistens gehe ich jedoch einfach zu Fuß los. Je nach Tageszeit stapelt sich nun mehr oder weniger Müll auf der Straße. Die Leute werfen eigentlich einfach alles nur hin. Selbst der Müll aus den Häusern landet eigentlich einfach auf der Straße. Die Leute sind der Meinung, dass sie bloß Arbeitsplätze zerstören, falls sie ihn selber sortieren und entsorgen. So Unrecht haben sie dabei auch gar nicht. Auf den Straßen sind immer ein Heer von Müllsammlern unterwegs, die die Haufen nach Plastik, Papier, und allen möglichen anderen Dingen durchsuchen und sammeln. Es reicht scheinbar aus, um mit dem Erlös aus dem weiterverkauften Müll zu überleben. Morgens sind die Straßen eigentlich immer sauber. Dies ist dem Heer aus Straßenfegern zu verdanken, die Nachts wohl scheinbar irgendwann wohl doch den Kampf gewinnen.

Der Weg über den Bürgersteig birgt durchaus unerwartete Gefahren. Die Kanalisation ist hier mit großen Steinplattenabgedeckt, die jedoch ziemlich oft teilweise oder ganz eingebrochen sind. Zumindest Nachts muss man daher ganz genau hinsehen, wenn man nicht ein paar Meter tiefer landen will. Ich bewundere hier die Chinesischen Frauen, die mit Ihren hochhackigen Stiefeln hier scheinbar Mühelos mit zurechtkommen.

Fleischverkauf auf offener StraßeWinzige Läden und Kioske oft nur wenige Quadratmeter groß wechseln sich mit Restaurants, SPA's und Frisören ab.  Die Möglichkeiten zu Essen zu kommen sind hier gewaltig. Es gibt alle Arten von Straßenimbissen bis zu edlen Restaurants und das in einer Fülle, wie es in Deutschland höchstens in absoluten Tourigebieten anzutreffen ist. Nacht für Nacht verwandelt sich unsere Straße eigentlich immer in ein großes Freilichtrestaurant. Überall bauen Leute ihre Essensstände auf. Die Karren, die sie da hinter sich herziehen sind bis zum Himmel hoch beladen. Um so ein Restaurant aufzubauen braucht man natürlich aber auch ein paar Dinge: Stühle, Tische und natürlich nicht die Küche zu vergessen. Das Angebot aus dem man sich sein Essen zubereiten lassen kann braucht den Vergleich mit einem "richtigen" Restaurant auch kaum zu scheuen. Eine breite Palette an verschiedenen Gemüsesorten wird mit einer Auswahl von Fisch, Fleisch und Meerestieren aller Arten ergänzt. Egal ob Muscheln, Hühnerfuß oder Strandkrabbe, es lässt sich für jeden Geschmack was finden. Nur damit, dass die ganzen Sachen über mehrere Stunden hinweg offen herumliegen kann vielleicht der Ein oder Andere Probleme haben.

Wenn man so durch die Stadt schlendert trifft man auf eine ziemlich bunte Mischung an Leuten. Neben den Müllsammlern und Bettlern sieht man Geschäftleute, welche aus ihren dicken Autos aussteigen und aufgeschickte Frauen. Auf kleine Kinder, welche auf der Straße spielen trifft man genauso, wie auf Prostituierte, welche ihre Dienste anbieten.
Es ist schon hart, wenn man die ganze Armut sieht, wie kleine Kinder teilweise bettelnd auf einen zu kommen. Es ist nur das Problem, dass selbst wenn man will und könnte ihnen eigentlich nichts geben kann, da dann gleich viel zu viele auf einen zu kommen. Außerdem sollen sie meistens irgendwelchen kriminellen Banden angehören. Es ist alles nicht so einfach! Erschreckenderweise härtet man mit der Zeit jedoch relativ stark ab, so dass man ohne große Gedanken einfach weitergehen kann.

Fußgängerzone in ZhuhaiUm nochmal auf die Geschäfte zurückzukommen. China ist ein wahres Shoppingparadies! Nicht nur, dass es alles für unsere Verhältnisse verdammt billig ist, auch die Auswahl ist echt super! Neben großen Einkaufszentren (vielleicht sollte ich auch lieber rießig sagen) gibt es unzählige kleine Läden, in denen man Kleidung und sonst auch alles Mögliche kaufen kann.
In Zhuhai gibt es ein ganzes Einkaufszentrum, welches nur aus solchen Mini Shops besteht. Das Ganze geht über 2 Etagen im Untergrund und ich verlaufe mich regelmäßig in den ganzen Engen Gängen. Ich habe mich nun hier auch schon entsprechend eingedeckt. Nur hab ich nun das Problem, wie ich das alles nach Hause bringen soll. Europäische Frauen haben hier in China jedoch weniger Glück. Die normalen Konfektionsgrößen der Chinesinnen kommen für sie doch weniger in Frage.

wird fortgesetzt ...

Teatime

Tee kann man in China eindeutig zu den Grundnahrungsmitteln zählen. Er gehört einfach zur Kultur, zum chinesischem Leben dazu.

Hauptsächlich wird in China grüner Tee getrunken. Es gibt jedoch auch Schwarztee, oder Tee aus Blüten oder Früchten in allen denkbaren Varianten.

Wann und wie wird nun Tee getrunken? Das Erste ist recht einfach zu beantworten: Eigentlich so gut wie immer und zu jeder Tageszeit. Bei einem Essen im Restaurant ist es selbstverständlich, dass man Tee serviert und auch andauernd nachgeschenkt bekommt. Viele Chinesen Tragen aber auch den ganzen Tag über einen verschließbaren Teebecher mit sich herum der dann immer nachgefüllt werden kann. Es gibt eigentlich überall immer Heißwasserspender, im Busbahnhof, bei der Arbeit ja sogar bei MC Donalds. Das Schöne an dem chinesischen Grüntee ist, dass man morgens einmal ordentlich Teeblätter in den Becher geben kann und dann den Tag über einfach immer wieder Wasser nachgießen kann ohne die Blätter wechseln zu müssen. Erstaunlicherweise wird der Tee dabei auch nicht zu stark.

Wie man Tee nun richtig und kulturell Stilecht zubereitet und trinkt kann ich auchin einem der vielen Teeläden nicht 100% sagen und es wird auch innerhalb von China wahrscheinlich große Unterschiede geben.

Ich versuche aber einfach mal meine Erfahrungen der Methode hier in Guangdong zu beschreiben:
Zubereitet wird der Tee im Normalfall auf einem hölzernen Tablett, bei welchem allerdings verschüttetes Wasser hindurchfließen kann. Erstmal wird dann ein kleiner Becher randvoll mit Teeblättern gefüllt.  Das Wasser wird seperat erhitzt und dann in den Becher gegeben. Nun wird dem Tee kurz Zeit gegeben um zu ziehen. Anschließend wird er mit Hilfe eines Deckels, mit welchem sich der Becher verschließen lässt, in eine kleine Kanne abgegossen. Blütentee - sehr lecker und sieht vor allem gut aus!
Getrunken wird dann aus winzigen Teebechern, welche kaum größer als Schnappsgläschen sind. Im Normallfall gibt es noch eine weitere kleine Teekanne mit heißem Wasser mit welchem der Tee u.U. verdünnt wird. Da die Teetässchen schon noch wenigen Schlücken leer sind muss man recht schnell wieder neuen Tee zubereiten. Die alten Teeblätter werden einfach wieder mit heißem Wasser übergossen und die Prozedur geht von vorne los. Smiley

Ein ganz normaler Arbeitstag

Jäh werde ich durch das Klingeln meines Weckers aus dem Schlaf gerissen. Der anfängliche Wille sich doch noch lieber in die Decke zu kuscheln wird schnell durch das erneute Geplärre des Weckers unterbrochen. Es ist gerade mal halb sieben. Naja der Verstand erkennt so langsam die Realität und so schiebe ich wiederwillig die Decke von mir runter. Langsam ziehe ich den Vorhang ein Stück auf, es soll nur noch nicht zu viel Helligkeit in mein Zimmer strömen. Und diese Kälte schon wieder. Also am besten schnell in die Schlappen geschlüpft und durch das kalte Wohnzimmer ins Bad wechseln. Hier ist es leider auch nicht wärmer. Also schnell mal die Dusche auf warm stellen und nebenher noch kurz die Zähne putzen. Ok, schön der Boiler scheint zu funktionieren, also ab unter die Dusche und sich erstmal mit dem warmen Wasser etwas aufwärmen. Langsam aber sicher verwandelt sich das kleine Bad nun in ein nebliges Dampfbad. Ich versuche also im Nebel das Handtuch zu ertasten. Oh Nein der Boden steht schon wieder total unter Wasser und ist A*** kalt. Der Bart kratzt auch schon wieder im Gesicht - es hilft also alles nichts, also schnell auch noch ein bisschen Seife ins Gesicht und versuchen ein kleines Stück des Spiegels vom Beschlag zu befreien um die lästigen Stoppel aus dem Gesicht zu kratzen.

Ok, keine Haare mehr im Gesicht, trocken bin ich auch halbwegs also schnell wieder ab in mein Zimmerchen und schnell was Warmes anziehen.

Der Minuten Zeiger meines Weckers bewegt sich nun auch schon wieder bedrohlich schnell auf die vier zu, nur noch schnell den Werksausweis schnappen und alles nötige in den Rucksack werfen. Andy ist in der Zwischenzeit auch fast fertig, also Schuhe anziehen noch einen Schluck Wasser aus dem Wasserspender nehmen und das Frühstück schnappen. Einen kleinen Blick in die Tüte, ok sieht heute ganz gut aus, normale Brötchen - sollte also genießbar sein.

Bevor wir nun aber beschleunigten Schrittes die Treppe hinabeilen können gilt es noch ein Hindernis zu überwinden. Die Türe, dieses selbstlose Individium welches sich jeden Morgen von neuem in den Kopf setzt uns aufzuhalten. Entweder die Türe selbst oder das Schloss klemmt - GRRRR! Andy's Blick wandert schon unruhig in Richtung Uhr während ich verzweifelt versuche den Kampf mit der Türe für mich zu entscheiden. GESCHAFFT!! Sie ist offen! Also schnell hinaus und die äußere Tür noch kurz abschließen.

Die Treppen fliegen wir nun schon fast runter und müssen aufpassen, dass wir im frischgeputzten, noch feuchten Gang nicht aus der Kurve fliegen. Draußen auf der Straße weht uns dann auch gleich schon wieder ein kalter Wind um die Nase. Es gilt nun aber keine Zeit mehr zu verlieren, also vorbei an dem Essenstand an der Ecke, welcher alles Mögliche und Unmöglich zum Frühstück serviert, im Eilschritt zur Bushaltestelle.

Geschafft! Vor dem Restaurant nebenan werden schon riesige Mengen an Gemüse abgeladen, und da naht auch schon der Bus.

Die Türe öffnet sich langsam und der Busfahrer begrüßt uns grinsend mit einem ZaoShangHao!

Wir haben Glück, in der vordersten Reihe sind noch zwei Plätze frei! Alle anderen Plätze sind nicht wirklich für einen DurchschnittsEuropäer gebaut, so dass man sich in diese eher reinfalten muss.

Auch wenn die Müdigkeit einem noch in den Augen steckt, zwinge ich mich doch dazu die Vokabelbox herauszukramen und ein paar Wörter zu wiederholen! Aufgeschreckt wird man nun nur noch hin und wieder durch das schrille Aufquäken der Hupe, welche der Busfahrer fast so regelmäßig wie das Gaspedal benützt. Ein langsames Auto vor uns, ok - ab auf die Gegenspur und Überholen - wir haben es geschafft! Wir stehen 10m weiter vorne an der nächsten Kreuzung. Naja aber wenn wir nun linksabiegen müssen könnte man doch gleich mal die Möglichkeit nutzen die anderen Autos auf der schnellen Innenspur zu überholen! Huch Gegenverkehr! Kein Problem schnell einfach wieder vor den anderen Autos nach rechts reindrücken! So ist die Busfahrt eigentlich immer interessant. Ich bin aber doch froh, dass ich in diesem Bus sitze und nicht als Fußgänger oder Autofahrer mich im Verkehr mit im messen muss!

Nach ca. 20 Minuten erreichen wir die Kontrollstelle zur Freetrade Zone, die Soldaten, welche sich draußen die Nase abfrieren salutieren uns, es macht einen Schlag und wir haben die Speedbumbs überquert. Noch ein kurzes Stück und wir haben das Gelände von MTU erreicht!

Ein ganz normaler Arbeitstag II

Auch an der Pforte zu MTU wird dem Bus von den Wachleuten salutiert, echt eine komische Angewohnheit.
Die Stechuhr im Eingangsbereich lassen wir in der Zwischenzeit links liegen. Da wir ja eh kein Gehalt bekommen sehen wir auch keinen Grund zu stempeln.

Im Firmengebäude ist es dann sogar ein klein wenig wärmer, zumindest wenn man Glück hat und die anderen Leute im Büro nicht schon wieder die Klimaanlage aufgedreht haben. Mein erste Handlung im Büro ist es den Computer einzuschalten und mir in der Zwischenzeit eine Tasse Kaffee oder Tee zu machen. Leider hab ich hier nur Nescafé, so dass ich im Moment eher den chinesischen Tee bevorzuge. Ich hab mir so einen geschickten Teebecher besorgt. Aufgefüllt mit einer Ladung Teeblätter kann man sich damit getrost über 2 Tage hinweg immer wieder heißes Wasser am Wasserständer nachfüllen bevor man sie mal erneuern muss.

Gähn, so nun kann ich mich erstmal in den Bürostuhl fallen lassen und mich an der warmen Tasse etwas wärmen. Nach und nach Trudeln nun auch meine Kollegen im Büro ein. Ich nutze die Zeit erstmal noch um mich auf tagesschau.de oder spiegel.de über die neuesten Nachrichten in Deutschland und der Welt zu informieren.

Je nachdem wieviel es nun zum arbeiten gibt kann man sich schon mal einen kleinen Ausflug in den Shopfloor oder zu den anderen Praktikanten leisten. Die Uhr dreht sich im Laufe des Vormittags nun langsam aber sicher auf die 11:30 zu. Das heißt Mittagessen! Ich muss nicht lange warten und Andy oder Christian stehen in der Türe um mich abzuholen. Auf dem Weg zur Kantine schmettern uns aus blechernen Lautsprechern chinesische Volkslieder und kommunistische Märsche entgegen. Nebenan ist eine Antischmuggler Einheit der Polizei welche wohl nicht mehr allzuviel zu tun hat. Zumindest sind sie so gnädig und haben die Lautsprecher in Richtung MTU gerichtet und beschallen uns hier nun immer pünktlich zur Mittagszeit mit ordentlich Power.

Während ich in der Schlange stehe, bin ich schonmal am überlegen welche Jauche aus den Bottichen vor mir ich mir heute mittag antun soll. Etwas öliges Tofu, fettiges Fleisch in Öl oder doch lieber Fisch mit zehntausend Kräten? Ne wirklich das Essen hier ist gelinde gesagt ziemlich bescheiden. Naja der Reis ist immer ganz OK und etwas Obst gibt es auch. Dieses ist tollerweise jedoch immer fast tiefgefroren.

Mal sehen ob sich die Luft draußen etwas aufgewärmt hat? Juhu! Also erstmal noch für den Rest der Pause am Teich entspannen. Die Fische darin werden regelmäßig mit Massen an Reis gefüttert. Ein wunder das sie die ganzen Reste vertilgen, welche die Arbeiter in den Teich schütten.

Der Nachmittag vergeht dann auch mal schneller mal langsamer bevor ich gegen halb sechs wieder die Busse vor dem Fenster vorfahren sehe. Das bedeutet wohl Feierabend! Während des Einsteigens kommt man dann nochmal kurz in den Genuss der Scheppermusik von nebenan, bevor sich der Busfahrer dann hupend durch den Feierabendverkehr bahnt. Als letzte große Hürde des Tages steht dann noch das überqueren der Straße bei uns vorm Haus an. Es gibt zwar einen Zebrastreifen aber das interessiert die Autofahrer hier wenig. Wir müssen also immer sehen wie wir unbeschadet über die vier Spuren kommen.

Beim Öffnen der Wohnungstüre strömt uns schon der Geruch von leckerem Essen entgegen. Das ist echt ein Service, dass es immer schon bereit steht. Wir können uns also gleich an den Tisch setzen und zusammen mit dem Koch oder der Köchin loslegen. Wir schaffen eigentlich nie alles, dazu meinen es die Beiden viel zu gut mit uns.

Was kommt jetzt noch? Unterschiedlich, mal etwas lesen, lernen oder an der Homepage basteln. Hin und wieder gönnen wir uns eine Massage gehen in ne Bar oder schauen uns nen Film an. Der Abend vergeht immer viel zu schnell, und man muss sich schon wieder Gedanken ums Schlafengehen machen.

Frisör

recht angenehm :-)

Wie sieht ein typischer Frisörbesuch in China aus? Sehr verschieden im Vergleich zu Deutschland, dass kann ich euch sagen.

Es fängt schon beim Betreten des Frisörsalons an. Im Normalfall wird einem die Türe aufgehalten und man wird von ein paar freundlich lächelnden Mädchen begrüßt. Nach einer kurzen Klarstellung, dass man auch wirklich die Haare schneiden will wird man in einen separaten Raum mit einer Lederliege geführt. An einem Ende der Liege ist ein Waschbecken angebracht. Nachdem man sich nun gemütlich auf der Liege niedergelassen hat kann man sich durch die Programme des Fernsehers zappen, welcher über einem in die Decke eingelassen ist.

Während man nun schön gemütlich da liegt werden einem die Haare gewaschen. Wobei sich dieses auch wieder etwas von der gewohnten Prozedur in Deutschland unterscheidet. Nachdem die Haare schön einshampooniert sind beginnt erstmal eine sehr angenehme Kopfmassage. Die Haare werden irgendwann ausgewaschen bevor das Ganze dann von Vorne losgeht. Zwischendrin wird einem immer mal wieder das Gesicht, der Nacken und Ohren massiert. Etwas erstaunt war ich als mir die Ohren schön behutsam mit einem Wattestäbchen gereinigt wurden - aber warum auch nicht? Manchmal bekommt man währendessen auch noch ne Gesichtsmaske verpasst - da fehlen dann nur noch die Gurken :-) Naja diese Prozedur wiederholt sich einige Male. Bevor man dann aber endgültig zum Haare schneiden entlassen wird, ist erst noch eine kurze Massage von Armen, Beinen und Co. dran.

Nach ungefähr einer Stunde findet man sich dann irgendwann doch tatsächlich auf einem Stuhl vor einem Spiegel mit einem Frisör daneben wieder. Das eigentliche schneiden der Haare kommt einem dann richtig kurz vor. Zum Ende geht es dann nochmal zu einer kurzen Gesichtsmassage.

Insgesamt also ein ziemlich angenehmes Erlebnis, welches man sogar bist spät in die Nacht hinein genießen kann. Und das gute daran - man zahlt umgerechnet gerade mal 5 €!





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