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01/01/70

Spring Festival

Über das Spring Festival (Chinesisch Neujahr) waren wir nun in Foshan. Eigentlich wollten wir ja noch eine etwas größere Reise machen, leider haben wir jedoch keine Bustickets mehr bekommen. Es war aber auch so Glücksbringerrecht nett und wir haben so einiges erlebt. Samstag Abend, also so etwas wie Silvester hat uns aber etwas enttäuscht. Wir waren auf dem FlowerMarket in Foshan. Dort war auch mächtig viel los. Die ganze Straße war mal wieder völlig verstopft mit Menschen. Auf dem Markt wurde alles Mögliche für das Springfestival angeboten. Erstmal wurden viele Blumen angeboten (der Name muss ja auch irgendwoher kommen Smiley),  jede Art hat hier eine bestimmte Bedeutung, so dass man also mit bedacht auswählen muss. Es gab aber auch viele andere Arten von Glücksbringern und Dekorationen, wovon wir vieles für reinen Kitsch halten würden. Aber naja, andere Kultur halt. So z.B. goldene Buddabilder mit vielen kleinen Windrädern, welche man vor sich herträgt um das Glück einzufangen. Das Ganze war zwar recht nett anzuschauen aber, irgendwie hat halt das fröhliche Feiern gefehlt. Um Mitternacht gab es dann auch weder einen CountDown noch ein Feuerwerk oder etwa ein Anstoßen auf das neue Jahr. Wir waren zumindest noch zusammen mit Thomas und zwei chinesischen Freundinnnen von ihm abends in einem Straßenlokal essen. Dort haben wir mal wieder ein paar nette Sachen ausprobiert. Mit dabei war Schlange. Das Fleisch ist vom Geschmack her echt gut, aber es hat leider etwas viele Knochen und ist recht zäh, so dass es nicht ganz einfach zum essen ist.

Sonntag haben wir dann recht ruhig angehen lassen und haben uns das muntere Treiben der Menschenmassen in der Innenstadt angeschaut. Letzten Dienstag haben wir dann noch einen Ausflug nach Qingyuan gemacht (siehe extra Bericht)

Mittwoch waren wir zum Essen bei der Familie von Ms. Chen einer Kollegin von Ligang eingeladen. Freundlicherweise wurden wir von ihrem Bruder mit dem Auto abgeholt. Sie wohnt in einem alten Dorf, welches jedoch völlig mit Foshan zusammengewachsen ist. Es gibt aber doch noch ein paar alte Häuser und die Atmosphäre ist eher ruhig. Erstmal wurde uns im Haus der Familie typische Knabbereien und Süßigkeiten sowie eine süße Suppe mit Zuckerrohr angeboten. Von ihrer Mutter haben wir alle kleine Umschläge mit Glücksgeld bekommen. Typischerweise werden diese von den älteren Menschen zu Neujahr verschenkt, bis man verheiratet ist.
Für das Mittagessen sind wir dann in ein Restaurant ins Zentrum des Dorfes gegangen. Insgesamt waren eine Runde nach der anderen...um die 50 Verwandte von Ms. Chen da, so dass wir eine ziemlich große Runde bildeten. Das Essen bestand wieder aus vielen verschiedenen Gerichten (da ich nicht weiß was alles dabei war fang ich erst gar nicht mit dem aufzählen an.) Leider hatten wir aber kaum Gelegenheit viel zu probieren, da wir die Ganze Zeit mit trinken beschäftigt waren. Zum antstoßen gab es vorneweg als Erstes eine Runde Reisschnaps. Danach konnten wir glücklichere Weise auf Bier umschwenken. Wir hatten jedoch einige recht trinkfeste Leute bei uns am Tisch, so dass wir zwischen den vielen Ganbei Runden kaum die Zeit zum Essen hatten. Nach nicht allzulanger Zeit waren wir dann eh so voll, dass wir nichts mehr in unsere Mägen bekommen haben. Ja das Vorurteil das Chinesen nicht so viel Alkohol vertragen, hat sich während meiner Zeit hier noch nicht so wirklich bestätigt.
Wir wurden dann auch noch erneut für das Abendessen eingeladen. Die kurze Zeit dazwischen haben wir für ein Mittagsschlaf genutzt um uns etwas zu erholen. Eigentlich wollten ich und Andy ja Abends schon wieder zurück nach Zhuhai fahren, dies hatte sich durch die Einladung dann allerdings auch erledigt Smiley
Das Abendessen war in einem anderen Restaurant aber auch wieder richtig reichlich und lecker. Es war echt ein richtig netter Tag und eine große Ehre, das wir bei so einer großen Familienfeier eingeladen waren.

01/01/70

Feixia

Blick auf die Restaurants vor Feixia

Letzten Dienstag haben wir uns relativ früh am Morgen aufgemacht um nach QingYuan zu fahren. Am Busbahnhof war schon so einiges los, es war sogar extra ein riesiges Zelt außerhalb aufgebaut welches als weitere Wartehalle diente. Glücklicherweise haben wir aber trotzdem relativ schnell einen Bus bekommen. Die 2stündige Fahrt in dem leicht schmudeligen Bus war nochmal perfekt um noch etwas Schlaf der kurzen Nacht nachzuholen. In QingYuan ging es erstmal mit einem Taxi zum Fluss. Dieser führt im Winter allerdings ziemlich wenig Wasser und so sind die regulären Fähren nicht gefahren. Nach einigem Diskutieren und Handeln haben wir dann aber ein kleines Boot gefunden welches uns in Richtung Feixia bringen wollte.

Die Fahrt war dann auch rasant da die kleine Nussschale einen gewaltigen Motor angebaut hatte. Teilweise musste der Fahrer echt Slalom fahren um den Sandbänken auszuweichen. Nach 20min Fahrt mit Bambuswäldern und verrosteten Werften am Uferrand haben wir den Eingang zur Schlucht erreicht. Kurz darauf erschien dann auch schon am linken Uferrand die Tempelanlage von Feilai. Wir haben aber leider keinen Augenblick inne gehalten sondern sind weiter mit Fullspeed Flussaufwärts bis nach Feixia gedüst.

Dort hat unser Boot auf der Hinterseite von Restaurant- und Ausflugsbooten angelegt über welche wir uns dann erstmal einen Weg Richtung Ufer suchen mussten. Wir hatten damit ja wenige Probleme. Den Senioren welche bei uns mit an Bord waren hat diese Kletterei über schmale, schwankende Bretterstege aber doch ein wenig abverlangt.

Am Ufer wurde alles Mögliche zum Essen, sowie Wahrsagerei und vieles mehr angeboten. Auf langen Schnüren konnte man neben getrockneten Fischen sogar getrocknete Ratten finden.

Figur auf dem TempeldachDie eigentliche Tempelanlage welche auch heute noch (bzw. wieder) ein Kloster ist befindet sich etwas hangaufwärts an die Bergseite geschmiegt. Es ist ein recht großer Komplex mit vielen verwinkelten Häusern und Treppen. Es gibt sowohl taoistische als auch buddistische Räume mit vielen Altaren und Statuen. Da ich nun ja schon so einige Tempel gesehen habe wiederholt sich doch so langsam einiges. Sie sind doch alle irgendwie ähnlich. Ich vermute aber mal das es einem Besucher von Kirchen in Europa ähnlich ergehen wird. Den Schildern folgend sind wir noch zu einer Pagode den Berg hochgestiegen. Der mühevolle Aufstieg hat sich für das kleine Türmchen allerdings kaum gelohnt da man nicht mal eine schöne Aussicht von oben hatte. Naja immerhin konnten wir noch ein paar Chinesen beglücken, indem wir uns mit Ihnen fürs Familienalbum haben ablichten lassen Smiley

Zurück am Fluss haben wir noch die Möglichkeit genutzt auf einem der Boote etwas zu essen. Dort haben wir dann erstmal erfahren, dass man sich das Essen normalerweise selber mitbringt. Ja hab ich erstmal auch nicht ganz verstanden, aber es ist dort üblich, dass manBuddistische Mönche sich am Ufer oder auf dem Marktboot ein paar Fische, Hühner oder sonstiges kauft und alles dann in die Küche gibt wo es für einen zubereitet wird. Wir sind dann auch erstmal losgestapft, und haben uns auf dem Markt umgesehen. Uns wurden gleich Fische entgegengestreckt welche einen zappelnd anglubschten. Wir hatten allerdings irgendwie den Eindruck, dass sie uns etwas über den Tisch ziehen wollten. Außerdem habe ich keine Ahnung, welcher Fisch gut ist, etc. Wir haben dann nochmal mit der Frau vom Restaurant verhandelt welche sich dann bereit erklärt hat für einen Festpreis für uns einzukaufen und zu kochen. Es gab dann Fischsuppe, Fisch, Muscheln Gemüse und Reis, welches echt mal wieder sehr lecker war! Es war aber schon interessant, wie die ganzen Chinesen immer wieder mit lebenden Hühnern oder zappelnden Fischen unter Arm in Richtung Küche gelaufen sind.

 

 

01/01/70

Wanderung in Zhuhai

Unsere Wanderroute

Letzten Sonntag waren wir mal wieder etwas in der Natur unterwegs.
Shinney ein Mädchen was ich vor ein paar Wochen kennengelernt hatte, hat uns eingeladen mit ihr und einer Gruppe etwas zu wandern.
Wir sind erstmal mit dem Bus in den Nordwesten von Foshan gefahren, wo wir auf die restlichen Leute gestoßen sind.

Bergauf BergabAlleine hätten wir uns dort nie zurecht gefunden. Beschilderungen gab es gar keine und die Wege waren nur sehr kleine Trampelpfade. Teilweise musste man sich auch richtig durchs Gebüsch schlagen und die auf den Steilen sandigen Böden bin ich mit meinen billigen Turnschuhen des Öfteren ausgerutscht. Bis auf ein paar kleinere Schrammen bin ich aber unversehrt geblieben. Smiley

Das Wetter war zwar mal wieder relativ diesig aber von den Gipfeln hatte man doch einen ganz netten Ausblick. Auch wenn die Sonne durch die Wolken hindurch nicht wirklich gebrannt hat, bei den Aufstiegen ist man doch ganz schön ins schwitzen gekommen. Da die Gruppe nicht allzuviele Pausen eingelegt hat und relativ flott unterwegs war habe ich doch etwas gemerkt, dass ich schon lange nicht mehr wandern war.

Laut Google Earth waren es immerhin auch knapp 10km, die wir zurückgelegt haben. Es war zumindest aber mal wieder richtig schön nicht ganz soviele Leute und etwas Natur um sich rum zu haben.

die Wanderung


01/01/70

HongKong

Letzten Samstag haben wir mal wieder einen kleinen Ausflug nach HongKong unternommen.

Wir haben schon früh morgens die Fähre genommen um auch etwas vom Tag zu haben. Nach ca. einer Stunde hatten wir HongKong dann auch schon erreicht. Bei der Passkontrolle schnell noch ein paar Stempel abgeholt und schon ist man in einer ganz anderen Welt. Es liegt kein Müll herum, die Autos fahren links und halten sich an Verkehrsregeln, und sogar die Leute stehen an der Bushaltestelle Schlange. Kein Vergleich zu der Welt in Mainland China!

Erstmal mussten wir noch ein paar Sachen besorgen. Die Preise sind hier zwar nicht ganz so billig wie in China, aber dafür gibt es auch alle bekannten westlichen Produkte.

Nach dem der Part erledigt war haben wir uns noch das Space Museum angeschaut. Recht nett und informativ aufgemacht aber leider etwas klein. Wir hatten aber eh nicht mehr soviel Zeit und wir wollten noch das Kloster der 10.000 Buddas in den NewTerritories besuchen.
Nach ca. 20 minütiger Fahrt mit der S-Bahn waren wir auch dort. Wir hatten allerdings erstmal etwas Probleme den richtigen Weg zu finden. Wir sind dann irgendwie auf einem Friedhof gelandet und haben uns erstmal gefragt, wo den die Buddas sein sollen.
Schließlich haben wir dann auch den richtigen Pfad den Berghinauf eingeschlagen. War dann auch gleich bestens zu erkennen, da der Weg beidseitig von unzähligen lebensgroßen Buddas eingerahmt war. Ich hab sie beim besten Willen nicht alle gezählt aber es gab sie in allen Größen und Varianten. Insgesamt sollen es wohl über 12.000 sein, wobei die Kleinsten nur ca. 30cm groß sind aber die Größten schon 6m erreichen.

Nach einem mexikanischen Abendessen auf HongKong Island sind wir dann am Abend wieder erschöpft in Zhuhai angekommen.

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